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Grosse FreiheitQuelle: AmazonEAN: 0602527318158 14,67 EUR
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Features
Beschreibung
In punkto Optik sieht er genau so aus, wie man sich die Figur des Käpt’n Nemo im Roman “20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne vorstellt, markant, tollkühn und auch ansonsten nicht von schlechten Eltern: “Der Graf“, Kopf der Band Unheilig, der sich selbst gerne als “der bekannteste Unbekannte der Musikbranche“ tituliert. Allein der Albumtitel Große Freiheit lässt ahnen, dass der Vergleich mit der Seefahrt zu nicht weit hergeholt ist, zumal sich hier Songs finden wie “Das Meer“, “Seenot“, “Sternbild“ und “Unter Deiner Flagge“. Das hört sich nach Seefahrerromantik an, nach Dahinsegeln unter nächtlichem Firmament, nur erhellt vom Kreuz des Südens, -doch weit gefehlt. Lediglich 30 Sekunden währt diese Illusion zu Beginn des Albums in Form einer atmosphärisch dichten Klangcollage mit Chansongesang und Schiffsirenen, dann ist Schluss mit lustig. Der kurze Tagtraum wird unsanft von der musikalischen Realität eingeholt, die sich wohl am prägnantesten mit dem Begriff “Rammstein-Light“ umschreiben ließe: Düsterer Gesang mit martialischen Inhalten wie “Komm geh mit mir zum Meer, um auf ein Schiff zu gehen“ und “Seil und Tau brennt sich ins Fleisch, über mir das Himmelreich“, begleitet von Klangewittern aus Gitarre, Drums und jeder Menge Elektronik. Auch Songs wie “Abwärts“ und “Unter Feuer“ fallen in diese Kategorie. Hier geht mächtig die Heavy-Gothic-Post ab, was vor allem in Hinblick auf die anstehende Tournee für Fans von Interesse sein dürfte. Doch so wie jedes Unwetter irgendwann einmal ein Ende hat und der Sonne Platz macht, verhält es sich auch mit der musikalischen Großwetterlage auf Große Freiheit. Spätestens nach der Hälfte des Albums weicht die musikalische Kraftmeierei sanfteren Tönen von Streichern, Harfe und gezupfter Akustik-Gitarre. Dann offenbaren Balladen wie ”Heimatstern“ und “Unter Deiner Flagge“, dass es neben den harten schwarzen Seiten “des Grafen“ auch noch weiche und verletzliche gibt. Freilich nur, solange es um die Liebe geht, denn schon beim übernächsten Song “Fernweh“ ist er wieder unterwegs, die Welt zu erobern: “Ferne Welt ich komme!“ - Andreas SchultzKunden Meinungen
Schlaftablette
Datum:31.07.2010 - Rating: 1/5Herrjemine! Irgendwie kann ich gar nicht verstehen, warum das Album in die Charts eingestiegen ist. Sind wir alle schon so anspruchslos, dass wir derartig langweilige Mucke massenweise kaufen? Leute, wenn ihr mich gerade sehen könntet, würdet ihr meine verzweifelten Versuche bewundern können, mir in den Hintern zu beissen. Warum bin ich nur der Masse hinterhergeilt und habe die CD gekauft. Ich gebe zu, ältere "Werke" des Grafen kenne ich nicht, aber das aktuelle ist sowas von langweilig und nichtssagend, dass ich schon versucht war, die CD aus dem Fester zu werfen.
Man fühlt sich bei jedem Song an Bekanntes erinnert, was man schon lange kennt und es saust einem die ganze Spielzeit ein Song von den Prinzen durch den Kopf, alles nur geklaut! Aber mal Spass beiseite. Wo gehört denn der unheilige Count stilistisch nun hin? Neue Deutsche Härte, nee, dazu ist der Sound unterm Strich dann doch zu weichgespült - ok, Rammstein für Arme könnte es manchmal treffen. Bei einigen Songs merkt man, dass im Studio Platten der Ostberliner Bösewichter als Referenzen liefen. Liedermacher? Nee, die schreiben in der Regel bessere Texte. Schlager? Nee, oder vielleicht doch! Da gab es mal einen in den Achtzigern, der über müde weisse Tauben schwadronierte und dazu E-Gitarre zupfte. Ähnlich gehaltvoll sind die Wortkombinationen des Mannes mit der Glatze und dem komischen Bart auch. Dazu fällt mir gleich noch ein Spruch von Wiglaf Droste ein: Lyrik ist schwyrig, manchmal wird sie schmyrig. Also lieber Graf, merke Dir das. Oder schreibe Deine Liedchen das nächste Mal bitte in Esperanto oder Suaheli, wenn Du nix zu sagen hast. Aber nicht in unserer Muttersprache. Schlager - da haben wir es endlich! Softer, töfter Rock ohne Inhalt. Nee, wenn ich mir es recht überlege, Schlager passt doch nicht so gut. Meine 75-jährige Mutter als Schlager und Volxmusikfan würde sicher schreiend davon hinken und mich sofort enterben, wenn ich ihr diese CD gebe. Ihr wäre die Musik viel zu elektronisch. Elektro-Pop? Naja, da gibt es weitaus besseres... Gothic? Gothic - ich habs. Da würden schon mal die pseudointellektuellen Texte ganz gut passen. Die Musik irgendwie auch. Aber mal ehrlich liebe Goths, würdet ihr euch "Grosse Freiheit" anhören wollen, wenn ihr um Mitternacht auf dem Freidhof im weissen Rüschenhemd den Vollmond anheult und Kirschsaft statt Blut trinkt? Sicher nicht, die Scheibe macht ja nicht mal richtig depressiv, geschweige denn todessehnsüchtig. Also, ich schmeisse mir jetzt ne Rammstein in den Player. Davon bekomme ich wenigstens wieder gute Laune.
Kaputtes Geschwafel - Roland Kaiser mit E-Gitarre
Datum:27.07.2010 - Rating: 1/5Eine Boulevard-Presseweisheit lautet: Mit Kindern und Tieren kann niemand verlieren. Also überall kleine Hunde und Kinder-Artikel abdrucken, schon kauft alles die Zeitung.
Das Rezept trifft (allerdings ohne Tiere) auch auf das Lied "Geboren um zu leben" zu, das mir beim zwangsweisen FFH-Kid-Radio-hören in die Ohren tropfte. Ich dachte vollkommen schockiert, wer kann den ein dermaßen grottenschlechtes Artefakt schreiben, und den Mut haben, das auch noch zu veröffentlichen? Zunächst einmal ist ja das Hauptmerkmal trivialer Kunst der hohe Grad an Vorhersagbarkeit. Nach den ersten Takten besagtes Liedes ist glasklar, was kommt, Laut und Leise, Refrain, Brigde, alles wie am Schnürchen. Und dann auch noch ein allerliebster Kinderchor. Da dachte man sicherlich: Damit kann man auch nicht noch mehr falsch machen. Über die gegrunzten Texte der Band, deren Sound wie Rammstein auf Valium klingt, muss nichts weiter gesagt werden, ausser vielleicht: Das Gesagte wäre vergebene Mühe, da der Suchende im Text nichts Aussagekräftiges finden kann: Geboren um zu leben, für den einen Augenblick, na ja, das trifft ja wohl irgendwie auf jedes kleine Leben mal zu, oder? Und wozu ist man denn geboren, wenn nicht zum Leben? Zum Sterben?
Bleibt nur die Verzweiflung ob der Menschen, die so etwas auch noch kaufen.
Ich bin begeistert
Datum:27.07.2010 - Rating: 5/5Meine erste CD von Unheilig und ich bin total begeistert. Wirklich jedes Lied auf der CD ist hörenswert!!! Tolle Musik, tolle Texte, tolle Stimme. Der Kauf hat sich gelohnt!
Positiver Spagat
Datum:18.07.2010 - Rating: 5/5Das Album "Große Freiheit" hat mir die Hoffnung gegeben, dass man sehr wohl "Harte Musik" ( nicht unbedingt mein Fall ) mit deutschen Texten vereinen kann und somit all die Lieder in sein eigenes Leben integrieren kann. Die verschiedenen Lebenssituationen und Gemütszustände sind ja auch ein "Auf und Ab".
Der Graf hat mit diesem Album einen wertvollen musikalischen Spagat hingelegt. Wenn all die Titel nur in Englisch gewesen wären, hätte ich diese mir entweder nie angehört oder wie die vielen, vielen Anderen nur an mir vorbeirieseln lassen.
Für mich heißt es nun: "Abwarten bis ich nach Münster kann!"
(Weil es für mich Konzertmuffel die Krönung ist, all diese Lieder live mitzuerleben, wo all seine Fans ein Miteinander zelebrieren.)
Durch diverse Konzertausschnitte konnte ich mich davon überzeugen, dass die charismatische Stimme von dem Grafen nicht künstlich hervorgerufen oder erzeugt wird, sondern er diese Stimmlagen etc. gekonnt versteht einzusetzen.
Ich möchte zum Schluss auch noch erwähnen, dass ich persönlich nicht für die Gothic-Sparte bin. Nur eines habe ich aus den ganzen niedergeschriebenen Kommentaren herausgehört:
UNHEILIG wird nicht schlechter, die Anderen wollen nur nicht teilen.
Wundervoll, so schön kann deutsche Musik sein
Datum:17.07.2010 - Rating: 5/5Ich bin auf Unheilig erst durch das Lied "Geboren um zu leben" gestoßen. Dann habe ich bei Amazon in das Album "Grosse Freiheit" hineingehört und dachte mir, klingt ganz nett. Habe mir das Album heruntergeladen und komplett angehört, seitdem bin ich restlos begeistert!!! Äußerst gelungen, weiter so! Absolute Empfehlung, für Leute die diese Musik mögen!

